UNIVERSE®

Herbizid

Zulassung
00A606-00/00

Wirkstoff:

100 g/l Fluroxypyr (9,62% Gew. %) als 144 g/l 1-Methyl-heptylester (13,85 % Gew. %) ,
80 g/l Clopyralid (7,69 % Gew. %) ,
2,50 g/l Florasulam (0,24 % Gew. %)

Formulierung:

Emulsionskonzentrat (EC)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
700514 x 5 l Umkarton

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09

Signalwort:

Gefahr

Nur für den beruflichen Anwender.

Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise

UNIVERSE® ist ein Herbizid mit systemischer Wirkung. Die Wirkstoffe Fluoxypyr, Clopyralid und Florasulam werden schnell über die Blätter und die grünen Pflanzenteile der Unkräuter aufgenommen und von dort systemisch in der Pflanze in die ober- und unterirdischen Vegetationszentren transportiert. Fluoxypyr (Salz der Pyridyloxysäure) und Clopyralid (Salz der Pyridinsäure) gehören zur Gruppe der synthetischen Auxine und wirken daher bei der Zellteilung und dem Wachstum. Sie greifen in den Eiweißstoffwechsel ein und verursachen die typischen Symptome wie Absterben des Vegetationskegels, Wachstumsstillstand und Verdrehen der Blätter und Stängel. Florasulam gehört zur Gruppe der Acetolactat-Synthase-Hemmer (Triazolopyrimidin Typ1) und greift in den Zellstoffwechsel ein. Die Störung der Acetolactat-Synthase (ALS) führt zur Blockade der DNA-Synthese, da die ALS ein Schlüsselenzym in der Produktion verschiedener Aminosäuren wie Isoleucin, Leucin und Valin ist.


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Fluroxypyr: O , Clopyralid: O , Florasulam: B


Wirkungsmechanismus-Gruppe (HRAC/WSSA-Kode) Fluroxypyr: 4 , Clopyralid: 4 , Florasulam: 2

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Sommerhafer, SommerroggenKletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere, Echte Kamille, Geruchlose Kamille, Ausfallraps, Hederich
Wintergerste, Winterhartweizen, Winterweichweizen, Winterroggen, WintertriticaleKletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere, Echte Kamille, Geruchlose Kamille, Ausfallraps, Hederich

Wirkungsspektrum


gut bekämpfbar

Klettenlabkraut (Galium aparine), Vogelsternmiere (Stellaria media), Echte Kamille (Matricaria chamomilla), Geruchlose Kamille (Tripleurospermum inodorum), Ausfallraps (Brassica napus), Hederich (Raphanus raphanistrum)

Bekämpfungsgröße:
Unkraut Maximale Bekämpfungsgröße
Klettenlabkraut (Galium aparine) 120-150 mm
Vogelsternmiere (Stellaria media) 100 mm
Echte Kamille (Matricaria chamomilla) 200 mm
Geruchlose Kamille (Tripleurospermum inodorum) 200 mm
Ausfallraps (Brassica napus) 4. Laubblatt
Ackerrettich (Raphanus raphanistrum) 50 mm


Anwendung

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Sommerhafer, Sommerroggen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere, Echte Kamille, Geruchlose Kamille, Ausfallraps, Hederich
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet bis 2-Knoten-Stadium
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen UND nach dem Auflaufen der Unkräuter , Frühjahr
Max. Zahl der Behandlung: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Sommerhafer, Sommerroggen: die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich

Pflanzenerzeugnisse:Wintergerste, Winterhartweizen, Winterweichweizen, Winterroggen, Wintertriticale
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere, Echte Kamille, Geruchlose Kamille, Ausfallraps, Hederich
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet bis Ligula (Blatthäutchen)-Stadium
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen UND nach dem Auflaufen der Unkräuter , zeitiges Frühjahr ab Februar
Max. Zahl der Behandlung: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Wintergerste, Winterweichweizen, Winterroggen, Wintertriticale: die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich

Mischbarkeit/Technik

Ansetzen der Spritzbrühe

Ausbringungsgeräte sollten stets in einem sauberen und intakten Zustand sein. Die Geräte müssen nach den Herstelleranweisungen kalibriert werden. Bei Zubereitung der Mischung den Tank zur Hälfte mit Wasser befüllen und das Rührwerk starten. Die empfohlene Mittelmenge in den Tank geben, den Spritztank mit Wasser bis zum gewünschten Volumen auffüllen und unter ständigem Rühren ausbringen. Niemals mehr als die auszubringende Sprühflüssigkeitsmenge zubereiten. Um die besten Ergebnisse zu erhalten, sollte das Mittel auf wachsende Unkräuter ausgebracht werden. Die Blätter der Unkräuter sollten trocken sein. Der Boden sollte feucht sein, um eine bessere Verteilung des Produktes in der Pflanze zu ermöglichen. Unkräuter, die nach der Behandlung auftreten, werden durch das Produkt nicht kontrolliert.

Reinigung

Alle Sprühgeräte müssen sowohl innen als auch außen gründlich gereinigt werden, wobei ein Sprühreiniger wie folgt verwendet werden muss:
1. Unmittelbar nach dem Sprühen sind alle Innenflächen gründlich und vollständig zu spülen.
2. Das Behälterinnere mit sauberem Wasser spülen und Ausleger und Reihensiebe mit mindestens einem Zehntel des Spritzbehältervolumens durchspülen. Behälter vollständig entleeren.
3. Behälter mit sauberem Wasser füllen (mindestens 10 % des Behältervolumens), Behälterreiniger in der empfohlenen Menge zugeben und 15 Minuten lang schütteln. Gestänge spülen und die Schläuche und den Tank vollständig entleeren.
4. Düsen und Filter sollten entfernt und separat gereinigt werden.
5. Spülen Sie den Behälter mit sauberem Wasser und spülen Sie das Gestänge und die Schläuche mit mindestens einem Zehntel des Spritzbehältervolumens durch. Den Tank vollständig entleeren.
6. Bei der Entsorgung von Waschmitteln den Verhaltenskodex für die Verwendung von Pflanzenschutz-mitteln beachten.
HINWEIS: Wenn es nicht möglich ist, den Tank vollständig zu entleeren, muss Schritt 3 vor Schritt 4 wiederholt werden.
Eine unzureichende Gerätereinigung kann Schäden an in der Folge behandelten Pflanzen verursachen.
Es sollte darauf geachtet werden, dass Wasserläufe nicht mit dem kontaminierten Reinigungswasser verunreinigt werden. Verunreinigte Flüssigkeiten sollten nach den örtlichen Vorschriften sicher entsorgt werden. Verschütten vermeiden. Im Falle eines Verschüttens, verunreinigte Kleidung sofort entfernen und Haut reinigen.

Nachbau

Stroh sollte entfernt werden, um Rückstände von UNIVERSE® bis zur Auspflanzung der folgenden Kulturen zu vermeiden.
Wenn das Stroh gehäckselt und eingearbeitet wird, pflanzen Sie keine Winterbohnen im gleichen Jahr der Behandlung mit UNIVERSE®
Kulturen, die geeignet sind im gleichen Jahr wie eine mit UNIVERSE® behandelte Kultur ausgesät zu werden, sind Getreide, Raps, Rasen und Kreuzblütler als Jungpflanzen/Setzlinge.
Kulturen, die die geeignet sind im Kalenderjahr nach der Behandlung mit UNIVERSE® ausgesät zu werden, sind Getreide, Raps, Ackerbohnen (siehe auch oben), Rasen, Leinsamen, Erbsen, Zuckerrüben, Kartoffeln, Mais, Klee (zur Verwendung in Gras/Klee-Mischungen), Karotten und Kreuzblütler als Jungpflanzen/Setzlinge.

Resistenzmanagement

Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe): O
Durch den Gehalt dreier Wirkstoffe mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus trägt UNIVERSE naturgemäß zur Minderung der Selektion resistenter Biotypen bei. UNIVERSE enthält die Wirkstoffe Fluroxypyr, Clopyralid und Florasulam. Fluroxypyr (Salz der Pyridyloxysäure) und Clopyralid (Salz der Pyridinsäure) gehören zur HRAC/WSSA-Gruppe 4, während Florasulam (Triazolopyrimidin Typ 1) ein ALS-Inhibitor ist und zur HRAC/WSSA-Gruppe 2 gehört. Es wurde bislang keine Resistenz gegen Fluroxypyr und Clopyralid identifiziert. Jedoch wurde festgestellt, dass Populationen von der Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media), Klatschmohn (Papaver rhoeas) und Kamille-Arten (Matricaria sp.) gegen Herbizide der HRAC/WSSA-Gruppe 2 resistent sind. Da der Wirkstoff Florasulam ein solcher ALS-Hemmer ist, besteht das Risiko, dass sich eine Resistenz gegen diesen Wirkstoff entwickelt. Daher sollten Vorkehrungen getroffen werden, um das Risiko zu minimieren:

- Der Wechsel von Wirkstoffen / die Verwendung von Herbiziden mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus
- Keine Reduktion der zugelassenen Aufwandmenge
- Reduktion des Unkrautdrucks in der Fruchtfolge
- Bodenbearbeitungsmaßnahmen zur Unkrautreduktion
- Hygienemaßnahmen (Vermeidung der Verschleppung von Unkrautsamen durch Geräte)
Bei unzureichender bzw. nachlassender Wirksamkeit sollte der Pflanzenschutzberatungsdienst verständigt werden.
Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe): O
Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe): B
Wirkungsmechanismus-Gruppe (HRAC/WSSA-Kode): 4
Wirkungsmechanismus-Gruppe (HRAC/WSSA-Kode): 4
Wirkungsmechanismus-Gruppe (HRAC/WSSA-Kode): 2

Umweltverhalten

Nutzorganismen

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). (NN1001) Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.
(NN2002) Das Mittel wird als schwach schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

Wasserorganismen

(NW262) Das Mittel ist giftig für Algen. (NW265) Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. (NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Gewässerschutz

Bitte beachten Sie die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt am Anfang).

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
(SB005) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.
(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
(SB111) Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu beachten.
(SB166) Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.
(SF245-02) Es ist sicherzustellen, dass behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittelbelages wieder betreten werden.
(SS206) Arbeitskleidung (wenn keine spezifische Schutzkleidung erforderlich ist) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung von Pflanzenschutzmitteln.
(SE110) Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS110-1) Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Anwendungsbestimmung

(NW470) Etwaige Anwendungsflüssigkeiten, Granulate und deren Reste sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NT108) Bei der Anwendung des Mittels muss ein Abstand von mindestens 5 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) eingehalten werden. Zusätzlich muss die Anwendung in einer darauf folgenden Breite von mindestens 20 m mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist weder der Einsatz verlustmindernder Technik noch die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind. Bei der Anwendung des Mittels ist ferner die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m nicht erforderlich, wenn die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) nachweislich auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angelegt worden sind.


(NW605-1) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern in jedem Fall zu beachten.
reduzierte Abstände: 50% 5,75% *,90% *


(NW606) Ein Verzicht auf den Einsatz verlustmindernder Technik ist nur möglich, wenn bei der Anwendung des Mittels mindestens unten genannter Abstand zu Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - eingehalten wird. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
:10 m;


(WH9161) In die Gebrauchsanleitung ist eine Zusammenstellung der Unkräuter aufzunehmen, die durch die Anwendung des Mittels gut, weniger gut und nicht ausreichend bekämpft werden, sowie eine Arten- und/oder Sortenliste der Kulturpflanzen, für die der vorgesehene Mittelaufwand verträglich oder unverträglich ist.


(WP711) Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten möglich.


(WP734) Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Erste Hilfe

Erste Hilfe

Allgemeine Maßnahmen: Bewusstlosen Menschen niemals oral etwas zuführen. Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen (wenn möglich dieses Etikett vorzeigen).
Nach Einatmen: Betroffene Person aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Bei Atemstillstand künstlich beatmen. Arzt hinzuziehen.
Nach Hautkontakt: Kontaminierte Kleidung ausziehen. Nach Hautkontakt sofort und gründlich mit viel Wasser und Seife abwaschen.
Nach Augenkontakt: Augen bei geöffnetem Lidspalt (20 Minuten) mit viel Wasser ausspülen, zuvor weiche Kontaktlinsen entfernen. Anschließend unverzüglich Arzt aufsuchen.
Nach Verschlucken: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen.
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Hinweise für den Arzt:

- Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen: Keine weiteren relevanten Informationen verfügbar.
- Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung: Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen), kein spezifisches Antidot bekannt. Bei Verschlucken Magenspülung, dann Kohle (carbo medicalis) und Natriumsulfat.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Unzugänglich für Kinder, getrennt von Lebens- und Futtermitteln und nur in der verschlossenen Originalpackung aufbewahren.

Entsorgung

Restentleerte und sorgfältig gespülte Verpackungen bitte bei den autorisierten Sammelstellen des IVA-Entsorgungskonzeptes (PAMIRA) abgeben. Detailierte Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste in Originalverpackungen sind Sondermüll und bei den zuständigen Körperschaften anzuliefern. Weitere Hinweise und Auskünfte geben Stadt- oder Kreisverwaltung.
Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen./Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)
LEERE VERPACKUNGEN NICHT WEITERVERWENDEN. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA® sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA® mit separiertem Verschluss abzugeben. Produktreste nicht dem Hausmüll beigeben, sondern in Originalverpackungen bei den entsorgungspflichtigen Körperschaften anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Stadt- oder Kreisverwaltung.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09

Signalwort:

Gefahr

Gefahrenhinweise:

H304 Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.
H315 Verursacht Hautreizungen.
H319 Verursacht schwere Augenreizung.
H332 Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P101 Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P301+P331 BEI VERSCHLUCKEN: KEIN Erbrechen herbeiführen.
P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P308+P310 BEI Exposition oder falls betroffen: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
P391 Verschüttete Mengen aufnehmen.
P405 Unter Verschluss aufbewahren.
P 501 Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung bzw. PAMIRA zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Haftung

Die Wirkungen und Nebenwirkungen dieses Produktes können durch äußere Umstände betroffen sein, auf die weder der Zulassungsinhaber, der Hersteller noch das Handelsunternehmen oder weitere Geschäftspartner Einfluss haben. Die Haftung für hierdurch entstehende Schäden ist ausgeschlossen. Solche äußeren Umstände können z.B. sein: Zeitpunkt, Menge, Anzahl und Methoden der Anwendung, eingesetzte Geräte, Konstitution der Kulturen, Vielfalt der Kulturen und Fruchtfolge, Witterungs- und Bodenverhältnisse, örtliche oder regionale Bedingungen, Lagerungs- oder Transportbedingungen, Resistenzen gegen den Wirkstoff oder das Produkt, Nebenwirkungen auf Nichtzielkulturen, Veränderungen des Produktes z.B. durch Mischungen mit anderen Zusatzstoffen oder Pflanzenschutzmitteln, die nicht ausdrücklich in der Gebrauchsanleitung empfohlen werden. Der Zulassungsinhaber, der Hersteller, das Handelsunternehmen oder weitere Geschäftspartner übernehmen für die vorgeschilderten Umstände oder daraus herrührende Folgen keine Haftung. Der Anwender des Produktes ist insbesondere im Rahmen guter fachlicher Praxis verpflichtet, sich über den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sachkundig zu machen und die Anwendungsfähigkeit des Produktes unter Berücksichtigung der vorgenannten örtlichen und zeitlichen Faktoren zu prüfen. Dabei ist der Anwender auch verpflichtet, bestehende Gesetze und Rechte Dritter zu beachten.
Darüber hinaus übernehmen weder der Zulassungsinhaber, der Hersteller, das Vertriebsunternehmen oder weitere Geschäftspartner des Produktes eine Haftung für die Wirksamkeit des Mittels und das Ausbleiben von Schäden bei Anwendung des Mittels in einem nach Art. 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 i.V.m. § 29 Pflanzenschutzgesetz genehmigten Anwendungsgebiet oder einer Erweiterung der Zulassung nach Art. 51 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009. Insoweit handelt es sich um Anwendungsgebiete, die im Zulassungsverfahren nicht ausgetestet wurden

Registrierte Marke

Zulassungsinhaber: Sharda Cropchem Espana S.L. Carril Condomina 3ES 30006 MurciaTelefon +34 (0) 868127589

Vertriebspartner: Sumi Agro Ltd. Niederlassung DeutschlandBürgermeister-Neumeyr-Str.7D 85391 AllershausenTelefon 08166-99823-00