Sparviero®

Insektizid

Zulassung
007563-00

Wirkstoff:

100 g/l (10,6 Gew.-%) lambda-Cyhalothrin

Formulierung:

Kapselsuspension (CS)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
7002010x1 l
700214x5 l

Piktogramm:

GHS07 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Der in SPARVIERO enthaltene Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin gehört zu den synthetischen Pyrethroiden. Die innovative Formulierung als Kapselsuspension entwickelt eine starke Kontakt- und Fraßwirkung gegen beißende und saugende Insekten. Deshalb sind bereits geringe Aufwandmengen für sehr gute Bekämpfungserfolge ausreichend. SPARVIERO zeigt schon kurz nach der Anwendung eine deutliche und schnelle Wirkung und zeichnet sich durch ein besonders breites Wirkungsspektrum aus. Lambda-Cyhalothrin bleibt auch unter Sonneneinstrahlung stabil und besitzt deshalb eine beachtliche Dauerwirkung. Wirkmechanismus: IRAC-Klasse: 3A



Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse , Getreidehähnchen (Lema sp.)
RapsBeißende Insekten , Rapserdfloh

Anwendung

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Blattläuse
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von Erscheinen des letzten Blattes (Fahnenblatt) bis Mitte Milchreife (BBCH 37 - 75)
Anwendungszeitpunkt: Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Max. Zahl der Behandlung: In dieser Anwendung: 2
Für die Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand: mindestens 14 Tag(e)
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,075 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 300 l/ha
Wartezeit: 28 Tage

Pflanzenerzeugnisse:Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Getreidehähnchen (Lema sp.)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von Erscheinen des letzten Blattes (Fahnenblatt) bis Mitte Milchreife (BBCH 37 - 75).
Anwendungszeitpunkt: Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf,
Max. Zahl der Behandlung: In dieser Anwendung: 2
Für die Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand: mindestens 14 Tag(e)
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,075 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 300 l/ha
Wartezeit: 28 Tage

Pflanzenerzeugnisse:Raps
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Beißende Insekten
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium Schadorganismus: Von Beginn der Seitensprossentwicklung: 1. Seitenspross sichtbar bis ca. 50 % der Schoten haben art- bzw. sortentypische Größe erreicht (BBCH 21 - 75). Die 3. Behandlung darf erst nach BBCH 61 erfolgen.
Anwendungszeitpunkt: Im Frühjahr, nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Max. Zahl der Behandlung: In dieser Anwendung: 2
Für die Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand: mindestens 7 Tag(e)
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,075 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 - 300 l/ha
Wartezeit: 56 Tage
(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden.Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.
Pflanzenerzeugnisse:Raps
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Rapserdfloh
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von Keimblätter voll entfaltet bis 9 und mehr Laubblätter entfaltet(Internodien noch nicht gestreckt) (BBCH 10- 19)
Anwendungszeitpunkt: Im Herbst, nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Max. Zahl der Behandlung: In dieser Anwendung: 1
Für die Kultur bzw. je Jahr: 3
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,075 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 - 300 l/ha
Wartezeit: 56 Tage

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

SPARVIERO kann mit den meisten Fungiziden, Insektiziden, Herbiziden und Wachstumsreglern in Tankmischung ausgebracht werden. Da wir nicht alle Tankmischungsmöglichkeiten voraussehen können, empfehlen wir jedoch vor dem Ersteinsatz in jedem Fall einen Vorversuch zur physikalischen Mischbarkeit in getrenntem Gefäß. Vertreiber und Hersteller haften nicht für potentielle Schäden durch Tankmischungen.Bitte generell die Gebrauchsanleitung des Mischpartners beachten.

Ansetzen von Mischungen:
1. Spritztank zu ¼ bis ½ mit Wasser füllen
2. SPARVIERO dazugeben und durchrühren lassen
3. Mischpartner hinzugeben
4. Restliche Wassermenge bei laufendem Rührwerk auffüllen
5. Spritzbrühe umgehend ausbringen

Ansetzen der Spritzbrühe

Nur technisch einwandfreie, geprüfte Spritztechnik einsetzen.Immer nur so viel Spritzbrühe ansetzen, wie gebraucht wird.Überdosierungen und Abdrift sind zu vermeiden.Auf gute und gleichmäßige Verteilung achten, evtl. Gerät auf Prüfstand überprüfen.Technisch bedingte Restmengen der Spritzbrühe im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnenund bei laufendem Rührwerk auf der behandelten Fläche ausspritzen. Spritzbrühmengegemäß den Vorgaben der Gebrauchsanweisung.Spritztank mit 1/4 der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschaltenund SPARVIERO bei eingeschaltetem Rührwerk zugeben. Den entleerten Kanister intensiv mit viel Wasser ausspülen und das Spülwasser derSpritzflüssigkeit zufügen. Den Rest der erforderlichen Wassermenge anschließend bei laufendem Rührwerk einfüllen. Bei laufendem Rührwerk umgehend nach Ansatz ausspritzen.


Reinigung

Spritzgerät,Spritzbrühebehälter und Leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dabei auch die Innenflächen des Tanks mit einem Wasserstrahl abspritzen. Die Reinigung soll möglichst auf dem Feld erfolgen. Geräte nicht in der Nähe von Oberflächengewässern reinigen. Anfallendes Spülwasser (1:10 verdünnt) auf der vorher behandelten Fläche ausbringen. Ungereinigte Spritzen unter Dach oder auf bewachsener Fläche abstellen.

Verträglichkeit

SPARVIERO weist in der empfohlenen Aufwandmenge eine gute Verträglichkeit in allen Weizen- und Rapssorten auf.

Resistenzmanagement

Wirkungsmechanismus (IRAC-Gruppe): 3A

Umweltverhalten

Nutzorganismen

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).
Folgende fungizide Wirkstoffe gehören nicht zu der obigen Gruppe und
können deshalb auch tagsüber zusammen mit SPARVIERO an blühenden Pflanzen bzw. Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, eingesetzt werden: Azoxystrobin, Chlorthalonil, Schwefel, Isopyrazam, Boscalid, Dimoxystrobin.
(NB6623) Das Mittel darf in Mischung mit Fungiziden aus der Gruppe der Ergosterol-Biosynthese-Hemmer an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, nur abends nach dem täglichen Bienenflug bis 23:00 Uhr angewendet werden, es sei denn, die Anwendung dieser Mischung an blühenden Pflanzen und an Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, ist ausweislich der Gebrauchsanleitung des Fungizids auch während des Bienenfluges ausdrücklich erlaubt. Bienenschutzverordnung vom 22. Juli 1992, BGBl.I S 1410, beachten. (NN2001) Das Mittel wird als schwach schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.
(NN3002) Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

Wasserorganismen

(NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

(SP001) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.
(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
(SB193) Das Pflanzenschutzmittel kann bei Kontakt mit der Haut (insbesondere des Gesichtes) ein Brennen oder ein Kribbeln hervorrufen, ohne dass äußerlich Reizerscheinungen sichtbar werden. Das Auftreten dieser Stoffwirkungen muss als Warnhinweis angesehen werden, eine weitere Exposition ist unbedingt zu vermeiden. Klingen die Symptome nicht ab oder treten weitere auf, muss ein Arzt aufgesucht werden.
(SF245-01) Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.

Anwendungsbestimmung

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


Für die Anwendung in Getreide und Raps gilt: (NT108) Bei der Anwendung des Mittels muss ein Abstand von mindestens 5 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) eingehalten werden. Zusätzlich muss die Anwendung in einer darauf folgenden Breite von mindestens 20 m mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist weder der Einsatz verlustmindernder Technik noch die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind. Bei der Anwendung des Mittels ist ferner die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m nicht erforderlich, wenn die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) nachweislich auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angelegt worden sind.


(NW607-1) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern in jedem Fall zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
reduzierte Abstände: 90% 10 m


Für die Anwendung in Raps gilt zusätzlich: (NG405) Keine Anwendung auf drainierten Flächen.

Erste Hilfe

Erste Hilfe

Allgemeine Hinweise: Mit Produkt verunreinigte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen. Betroffene an die frische Luft bringen. Vergiftungssymptome können erst nach vielen Stunden auftreten, deshalb ärztliche Überwachung mindestens 48 Stunden nach einem Unfall.
Nach Einatmen: Frischluft- oder Sauerstoffzufuhr; ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bei Bewusstlosigkeit Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage.
Nach Hautkontakt: Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. Sofort mit Wasser und Seife abwaschen und gut nachspülen. Bei andauernder Hautreizung Arzt aufsuchen.
Nach Augenkontakt: Augen bei geöffnetem Lidspalt mehrere Minuten unter fließendem Wasser abspülen und Arzt konsultieren.
Nach Verschlucken: Kein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzthilfe zuziehen und Sicherheitsdatenblatt vorzeigen.Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Hinweise für den Arzt:

Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen: Keine weiteren relevanten Informationen verfügbar.
Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung: Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen), kein spezifisches Antidot bekannt.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Entsorgung

Restentleerte und sorgfältig gespülte Verpackungen bitte bei den autorisierten Sammelstellen des IVA-Entsorgungskonzeptes (PAMIRA) abgeben. Detailierte Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste in Originalverpackungen sind Sondermüll und bei den zuständigen Körperschaften anzuliefern. Weitere Hinweise und Auskünfte geben Stadt- oder Kreisverwaltung.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS07 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Gefahrenhinweise:

H332 Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P304+P340 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
P308+P313 BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P391 Verschüttete Mengen aufnehmen.
P501 Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung bzw. PAMIRA zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 208_MS1 Enthält 1,3,5-tris(2-hydroxyethyl)hexahydro-1,3,5-triazin. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Verpackung darf nicht wieder verwendet werden.
Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage für berufsmäßige Verwender erhältlich.
EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Zulassungsinhaber: Oxon Italia SpA Via Sempione 195I 20016 Pero (Milano)
Hersteller: OXON Italia S.p.A. Via Sempione 195I 20016 Pero (Milano)
Vertriebspartner: Sumi Agro Ltd. Niederlassung DeutschlandBürgermeister-Neumeyr-Str.7 85391 AllershausenTelefon 08166-99823-00