Presidium K+

Innovation
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Wirkstoff 60 g/l Zoxamide

755 g/l Kaliumphosphonat

(500 g/l Phosphorsäure)
Formulierung Suspensionskonzentrat (SC)
Wirkstoffgruppe FRAC B3 (Zoxamide)

FRAC P07 (Kaliumphosphonat)
Kulturen Kartoffel, Wein
Wirkungsweise Systemisch, Kontaktwirkung
Aufwandmenge 2,0 l/ha
Anwendungen BBCH 21 – 71

max. 3 Anw. je Kultur/Jahr
Bienen Ungefährlich (B4)
Verkaufsgebinde 2 × 10 l/Karton

Entwickelt für wachsende Bestände: Schutz auf dem Blatt und im Neuzuwachs

  • Wichtiger Baustein im Resistenzmanagement
  • Protektive systemische Wirkung gegen Phytophthora infestans
  • Zwei komplementäre Wirkstoffe für um-fassenden Schutz
  • Aktivierung pflanzeneigener Abwehrmechanismen

presidium k+ ist ein Fungizid zur Bekämpfung der Kraut- und Knollen-fäule (Phytophthora infestans) im Kartoffelanbau. Die Kombination zweier Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen macht das Produkt zu einem wichtigen Baustein in leistungsfähigen Fungizidstrategien und im Resistenzmanagement.

Zoxamide (FRAC 22) ist ein Kontaktwirkstoff mit überwiegend protektiver Wirkung. Es hemmt die Zellteilung des Erregers, reduziert die Sporen-bildung und sorgt für einen stabilen Schutz auf der Blattoberfläche. Kaliumphosphonat (FRAC P07) besitzt systemische Eigenschaften, verteilt sich in der Pflanze und schützt dadurch auch nachwachsende Pflanzenteile. Zusätzlich aktiviert es pflanzeneigene Abwehrmechanismen und unterstützt so die anhaltende Absicherung des Bestandes.

Der Schwerpunkt der Anwendung liegt an 2. – 3. Stelle der Spritzfolge im Stadium BBCH 21 – 31. In dieser Phase nimmt der Blattmassezuwachs deutlich zu, wodurch neu gebildete Pflanzenteile kontinuierlich abgesichert werden müssen. Durch die systemischen Eigenschaften des Kaliumphosphonats eignet sich presidium k+® besonders zur frühen Stabilisierung des Bestandes und unterstützt gleichzeitig einen gezielten Wirkstoff-wechsel innerhalb der Fungizidstrategie. Eine weitere ergänzende Anwendung kann im Stadium BBCH 60 – 71 sinnvoll sein, um den Schutz in Phasen hoher Infektionsgefahr aufrechtzuerhalten und den Wirkstoffwechsel fortzuführen.

Empfohlen werden 2,0 l/ha bei 200 – 500 l Wasser und Spritzabstände von maximal 7 – 8 Tagen.

Bei hohem Infektionsdruck wird der Einsatz in Kombination mit Fluazinamhaltigen Produkten empfohlen

  • reboot® kann als leistungsstarker Baustein in der Spritzfolge integriert werden, sollte jedoch aufgrund des enthaltenen Zoxamide nicht direkt nach presidium k+® eingesetzt werden.
  • grecale® eignet sich als Wechselpartner; bei sehr hohem Infektionsdruck ist auch eine Kombination mit presidium k+® möglich, um die Wirkung abzusichern.

presidium k+® für robuste Phytophthora-Programme und zuverlässiges Resistenzmanagement

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Dualer Wirkmechanismus
Kombiniert direkten Blattschutz mit systemischer Verteilung

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Protektive Wirkung
Schützt gesundes Blatt-gewebe vor Neuinfektionen und stärkt pflanzeneigene Abwehrkräfte

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Schutz des Neuzuwachses
Unterstützt den Schutz wachsender Blattmasse

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Resistenzmanagement
Stabilisiert den Wirkstoffwechsel innerhalb präventiver Spritzprogramme

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Programmstabilität
Stärkt stabile Phytophthora-Programme über entscheidende Entwicklungsstadien hinweg

Frühe Positionierung im Spritzprogramm

Anwendung an 2. – 3. Stelle der Spritzfolge gegen Phytophthora infestans

  • Hoher Blattmasse- und Neuzuwachs in der frühen Entwicklungsphase
  • Systemische Eigenschaften des Kaliumphosphonats schützen auch nachwachsende Pflanzenteile
  • Frühe Stabilisierung des Bestandes bei beginnender Infektionsgefahr
  • Sinnvolle Einbindung in den Wirkstoffwechsel zur Unterstützung des Resistenzmanagements
  • Kombination aus Kontaktwirkung und systemischer Pflanzenstärkung ergänzt bestehende Fungizidstrategien

Ergänzung zur frühen Anwendung

Biologisch sinnvoll bei hohem Infektionsdruck

  • Dichte Bestände und feuchte Bedingungen begünstigen Spätinfektionen
  • Erhalt einer gesunden und leistungsfähigen Blattfläche
  • Unterstützung der Pflanzenabwehr auch in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien
  • Ergänzende Absicherung des Bestandes in Phasen hoher Phytophthora-Dynamik
  • Weitere Möglichkeit zur Umsetzung eines gezielten Wirkstoffwechsels

Praxistipp

  • Vorbeugend behandeln:
    Frühzeitig ab Infektionsgefahr bzw. nach Warndiensthinweisen einsetzen; beste Wirkung vorbeugend vor sichtbarem Befall.
  • Wirkstoffwechsel:
    presidium k+ gezielt im Wechsel mit anderen Wirkstoffgruppen einsetzen, um ein wirksames Resistenzmanagement im Krautfäuleprogramm zu unterstützen.
  • Früh einsetzen:
    presidium k+ früh in der Spritzfolge anwenden – idealerweise zu Beginn der Hauptinfektionsperiode nach einem vollsystemischen Fungizid an 2. oder 3. Stelle in der Spritzfolge.
  • Kalium-Phosphonat gezielt nutzen:
    Der Wirkstoff Kalium-Phosphonat wirkt gegen Oomyceten und aktiviert zusätzlich pflanzliche Abwehrmechanismen. Dadurch wird die Widerstandskraft der Kartoffelpflanze gestärkt und auch neu gebildete Blätter geschützt.
  • Ergänzung zur frühen Anwendung:
    Von Blüte bis Fruchtansatz steigt der Infektionsdruck deutlich an. presidium k+ vorbeugend einsetzen, in stabiler Spritzfolge mit 7–8 Tagen Abstand und konsequentem Wirkstoffwechsel zur Absicherung des Resistenzmanagements.

Anwendung gegen Phytophtora infestans in Kartoffeln

Hemste, Norddeutschland, 2025, Sorte: Belana,

Letzte Bonitur: 25.07.2025